das Album Review von der
Die Blutsbrüder aus dem Harzer "Örtchen" Clausthal Zellerfeld (Hobbygeographen wissen, das ist die Stadt mit dem meisten Niederschlag in ganz Deutschland) bestehen aus Thomas Michalke (Gesang), Holger Steiner (Gitarre, Gesang), Frank Krumpen (Schlagzeug/Gesang), Andreas Gottwald (Gitarre) und Wolfgang Tiegges (Bass) und sind schon seit einigen Jahren den harzer Gefilden bekannt. Große Aufmerksamkeit erregte man 1999/2000 als die bekennenden Eishockey Fans zur Unterstützung des damaligen Braunlager EHC die Fanhymne „Es Lebe Harzer Eishockey" eintüteten und unter's Volk brachten. Den Verein gibt es leider nicht mehr (R.I.P.), der Song ist aber trotzdem auf dem Blutsbrüder Debut „Jetzt Sind Wir Da", was zugegebenermaßen schon einige Tage auf dem Buckel hat, vertreten und spiegelt auch den Stil der Band wider. In bester Onkelz-Tradition mit dezenten Punk Einflüssen, rocken sich Bandleader Steiner und seine Mannen durch die insgesamt acht soliden Songs des Albums, an denen man, aufgrund ihres eingängigen Arrangements, recht schnell Gefallen findet, wenn man auch zugeben muss, dass die Texte nicht immer recht gehaltvoll sind ( „Die Geilheit Ist Der Sieger"). Denn ist das Ganze nicht nur handwerklich nah an der Frankfurter Deutsch Rock Institution gehalten, sondern auch textlich, wobei es die Jungs verstehen, Dinge auszudrücken, die bestimmt jeder von uns schon mal gedacht, gefühlt oder am eigenen Leib erfahren hat. Im Großen und Ganzen eine gute Scheibe, und wenn man so weiter macht, wird das nächste Album bestimmt nicht mehr in der Underdog/Newcomer Kategorie zu finden sein. Im übrigen befindet sich die Band gerade im Studio um für den EHC Nachfolgeverein BSC Harz eine neue Version von „Es Lebe Harzer Eishockey" einzuspielen. Wer nun Lust verspürt dabei zu sein und nebenbei auch noch ganz gut mit 'ner Gitarre umgehen kann, sollte mal eine Mail an hsteiner@gmx.net schicken. Gleiches gilt für diejenigen, die 'ne CD erwerben möchten.





